ÖKONOMIK DER UMWELT UND DES KLIMAWANDELS

Wirtschaftliche Aktivitäten sind die Grundlage des Wohlstands vieler Staaten. Dabei können diese Aktivitäten gleichzeitig einen erheblichen Einfluss auf die Qualität der Umwelt haben. Im Zuge der Industrialisierung erreichte die Umweltverschmutzung ungekannte Dimensionen. Da viele Umweltprobleme sich über Grenzen hinweg ausbreiten, bedarf ihre Bekämpfung kollektiver Anstrengungen. Der Kompetenzbereich Weltwirtschaft beschäftigt sich einerseits mit der Frage, ob und wie wirtschaftliche Entwicklung und Umweltverschmutzung miteinander einhergehen. Andererseits wird analysiert, mit welchen ökonomischen Instrumenten die Umweltqualität gesichert oder verbessert werden kann, ohne dabei auf wirtschaftlichen Wohlstand verzichten zu müssen.

Besondere Aufmerksamkeit widmet der Kompetenzbereich Weltwirtschaft den ökonomischen Konsequenzen des Klimawandels. Es besteht heute weitgehend Einigkeit darüber, dass das seit einigen Jahrzehnten zu beobachtende Phänomen der globalen Erwärmung, also der allmähliche Anstieg der Durchschnittstemperatur der erdnahen Atmosphäre und der Meere, zu einem erheblichen Anteil durch den Menschen verursacht wurde. Prognosen des IPCC gehen davon aus, dass - abhängig von den Zuwachsraten aller Treibhausgase und dem angewandten Modell - bis 2100 mit einer Zunahme der globalen Durchschnittstemperatur um mindestens 1,1 °C, eventuell aber auch bis zu 6,4 °C zu rechnen ist. Gegenstand der Analysen des Kompetenzbereichs sind die globalen ökonomischen Konsequenzen des Klimawandels. So ist zum Beispiel von Interesse, wie sich gehäuft auftretende Extremwetterereignisse und klimatisch bedingte Naturkatastrophen auf die wirtschaftliche Entwicklung der betroffenen Länder und Regionen auswirken.

Ausgewählte Publikationen zum Thema:

  • Berlemann, Michael & Daniela Wenzel (2009): Climate Change, Natural Disasters and Economic Growth, Working Paper, Helmut-Schmidt-Universität Hamburg.
  • Berlemann, Michael & Gerit Vogt (2008): Kurzfristige Wachstumseffekte von Naturkatastrophen. Eine empirische Analyse der Flutkatastrophe vom August 2002 in Sachsen; in: Zeitschrift für Umweltpolitik und Umweltrecht, Jg. 31, Heft 2, S. 209-232.

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